Beitrag

Ein neues Zuhause für unsere Geschichte – das Staatsarchiv ist eröffnet

Ein neues Zuhause für unsere Geschichte – das Staatsarchiv ist eröffnet

Nach zehn Jahren Planung und zweieinhalb Jahren Bauzeit war es endlich soweit: Das neue Staatsarchiv in Eupen wurde am 22. April 2026 offiziell eingeweiht. Für den Förderverein ist das ein besonderer Moment – und ein Meilenstein für die Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses unserer Region.

Das neue Gebäude am Kaperberg bietet nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch optimale Bedingungen für die Aufbewahrung der wertvollen Bestände. Damit Papier, Dokumente, Kartenmaterial und Fotos langfristig erhalten bleiben, braucht es konstante Temperaturen, eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit, gute Arbeitsbedingungen – beides ist im Neubau gewährleistet.

Zur offiziellen Eröffnung des Gebäudes war auch die föderale Ministerin Vanessa Matz angereist, die als Ministerin für die Gebäuderegie und die föderale Wissenschaftspolitik gleich doppelt zuständig ist: für das Staatsarchiv als wissenschaftliche Institution und die Gebäuderegie als Bau- und Liegenschaftsdienst des belgischen Staates. Sie betonte die gesellschaftliche Bedeutung von Archiven: In einer Zeit, in der Informationen angezweifelt werden und Falschmeldungen zunehmen, dienen Archive der Authentifizierung und Überprüfung von Quellen – und schlagen eine Brücke in die Zukunft. Daneben durften wir zu diesem besonderen Anlass viele weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung empfangen, unter anderem den Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Oliver Paasch, den Minister für das Unterrichtswesen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Jérôme Franssen sowie den Kulturminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft Gregor Freches.

Die Eröffnungsfeier selbst war ein besonderer Moment: Rund 150 geladene Gäste erlebten kurzweilige Reden und den symbolischen Höhepunkt – die Enthüllung der Einweihungsplakette. Besonders gefreut hat uns, dass so viele derjenigen anwesend waren, die das Gebäude in den vergangenen Jahren mit geplant haben.

Das neue Gebäude fasst sage und schreibe 12,5 Kilometer Archivgut – Platz genug für all das, was noch kommen wird. Für den Förderverein ist das nicht nur eine Zahl, sondern ein Versprechen: Geschichte wird hier nicht nur bewahrt, sie bekommt den Raum, den sie verdient.

Als Förderverein freuen wir uns über diesen Neustart und laden alle Interessierten ein, das Archiv zu entdecken. Das Staatsarchiv ist nicht nur ein Ort für Fachleute – es ist ein offenes Haus für alle, die wissen wollen, woher wir kommen.